Bestimmte Übungen bei neuronalen Erkrankungen?

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lisa.philippus
Status: Keiner
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Hallo,

 

ich wurde vor kurzem für drei Monate stationär im Krankenhaus wegen schweren Depressionen behandelt. Gibt es Aufgaben, die für eine solche Erkrankung besonders geeignet wären und muss ich irgendetwas beim Training beachten? Meine Konzentration hat unter der Erkrankung leider sehr gelitten wie ich festgestellt habe, was mich auch sehr traurig macht. Ich weiß deshalb auch nicht, ob ich mich mit "gesunden" Menschen vergleichen kann/sollte, oder nicht?

 

Liebe Grüße Lisa

2 Kommentare

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    Tumbleweed
    Stimmen: 2

    Hallo Lisa,

    Das ist schwer. Ich kann das sehr gut nachfühlen. Ich war selbst vor etwas mehr als einem Jahr in einer ähnlichen Situation. Ich möchte Dich bestärken, Neuronation - zusätzlich zu weiterer therapeutischer Unterstützung (die Du hoffentlich auch hast) - auszuprobieren; mir hat es geholfen. Dein Gefühl, dass Du Dich derzeit nicht mit depressionsfreien Menschen vergleichen solltest, sehe ich aber als zentral wichtig. Die Darstellung des Fortschritts (eigene Position in der Kurve) ist da nicht immer hilfreich, aber wenn man sich am eigenen Fortschritt orientiert statt sich mit den "anderen" zu vergleichen, dann kommen doch recht schnell Erfolgserlebnisse. Es hilft auch, soweit als möglich mit Mitgefühl und Respekt sich selbst gegenüber an die Übungen heranzugehen. Es ist leicht, in Selbstzweifel zu fallen wenn man nicht die Leistung erbringt, die man selber erbringen möchte. Eine Leistungsabfall ist meiner Erfahrung nach oft ein Hinweis darauf, dass sich auf der psychologischen Ebene was tut und man vielleicht wieder mal mehr Zeit für sich braucht - mir ist es mit der Zeit gelungen, solche Leistungstiefs als eine Art eigendiagnostisches Mittel zu verwenden. Dann wird auch die "Gehirnleistung" schnell wieder besser! Das wichtigste meiner Meinung nach ist, mit Spaß und Freude an die Sache heranzugehen. Dann wirken die Übungen auch stimmungsaufhellend.

    Welche Übungen? Der Kurs "Konzentration I" hat mir tatsächlich sehr stark bei meinen Konzentrationsstörungen geholfen. Von den Einzelübungen finde ich die Sensorik-Übungen für die Psyche am hilfreichsten - insbesondere Rhythmusmeister, Colorado und Mackworth-Uhr. Was mir zudem geholfen hat, war, meine Stärken (in meinem Fall die Sprachübung "Wortschmied" zu trainieren: der rasche Fortschritt hat meinem Selbstbewußtsein gut getan.

    Ich hoffe, Du kannst damit etwas anfangen. Ich hoffe, dass es Dir bald wieder besser geht. Schritt für Schritt!

    Liebe Grüße,
    Andrea

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    lisa.philippus
    Stimmen: 1

    Vielen Dank für deine Antwort, Andrea!

    Ich werde mir den Tipp zu Herzen nehmen, nur oder gesondert auf meine eigenen Verbesserungen zu achten. Das fällt mir allerdings sehr schwer, da ich sehr hohe Ansprüche an mich habe. Allerdings habe ich auch schon Fortschritte gemacht, die mich sehr stolz machen, wie z.B bei Formfieber Express, da habe ich meistens sehr gute Ergenbisse :) Deine Antwort hat mich außerdem echt ermutigt, vielen Dank dafür :) Ist auch gut zu wissen, dass es Menschen gibt, die diese Situation nachfühlen können.

    Liebe Grüße

    Lisa

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